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04.03.2021

Jungen- und Mädcheninternat Schweiz

Jeder kann alles sein!
Lyceum Internat Maedcheninternat BHP-5675

Frauenquote in Führungspositionen ist das Thema aktuell. Die Rede ist von Gleichberechtigung und veralteten Strukturen. Wo aber beginnen die Unterschiede in der Geschlechtertrennung? Frauen gehören an den Herd und Männer verdienen das Geld. Diese Denkweise ist heutzutage zum Glück schon längst veraltet. Und doch gibt es nach wie vor noch gewisse Rollenbilder in unserer Gesellschaft, die sich hartnäckig halten.

Doch wo wird der Grundstein dafür gelegt, um Mädchen genau die gleiche Stärke und das Selbstvertrauen mitzugeben wie Jungs? Und wie vermittelt man seinen Schülerinnen und Schülern, dass eine vielfältige und multikulturelle Gemeinschaft unsere Gesellschaft trägt?

Alte Rollenbilder? Jedes Kind ist ein Individuum

Wir fördern die Stärken, die tief in einem Kind schlummern, ob Sohn oder Tochter, und bestärken jedes Mädchen und jeden Jungen darin, ihren oder seinen ganz eigenen Weg zu gehen. Die Schülergemeinschaft in diesem Internat lebt diese Philosophie und ist sehr engagiert in diesem Bestreben. Niemand würde sich hier schlecht fühlen, weil er nicht in das übliche Rollenbild passt. Kein Mädchen würde komisch angeschaut werden, weil es Design & Technik statt Handarbeit wählt. Kein Junge würde lächerlich gemacht werden, weil er Töpfern dem Schachspiel vorzieht. Alle Schülerinnen und Schüler sind frei, sich in die Richtung zu entwickeln, die sie für sich selbst gewählt haben und bekommen die Unterstützung, um in allen Bereichen, die sie verfolgen wollen, erfolgreich zu sein.

Mädchen am Lyceum Alpinum verstehen, dass sie nicht den traditionellen Stereotypen folgen müssen und werden ermutigt, das Selbstvertrauen zu entwickeln, ihren Interessen nachzugehen. Sie nehmen gerne am Backen und Gärtnern teil, genauso wie an wissenschaftlichen Forschungsprojekten. Und sie haben zudem bewiesen, wie erfolgreich sie sind. Erst gerade bei den diesjährigen LGT-Awards haben sie sich ganz vorne vor vielen Jungenteams platziert und sehr viel Engagement gezeigt.

LGT Bank Competition Finalists have their Presentation at Lyceum Alpinum.

Alles geht, nichts muss. So lebt es sich in unserem Internat

So unterschiedlich und individuell die eigene Persönlichkeit auch sein mag, unser Internat bietet allen die gleichen Chancen und die Möglichkeit, die eigenen Stärken und Interessen zu entdecken, zu erforschen und zu entwickeln, um für den nächsten Schritt auf der Bildungsreise bereit zu sein. Doch was war der erste Schritt hin zu mehr Gleichberechtigung?

Denn die Bildung war früher mal eine völlig andere. In der Vergangenheit gab es in der Schweiz nach der Grundschule verschiedene weiterführende Schulen bzw. Schulformen. Dazu gehörte die Realschule, sogenannte „Fachschulen“ für Mädchen und ein „Gymnasium“ sowie auch Privatschulen. In der Fachschule wurden hauptsächlich Fächer unterrichtet, welche die Schülerinnen damals auf ihre spätere Rolle als Hausfrau und Mutter vorbereiten sollten. Elitäre Schuleinrichtungen, ein Gymnasium z.B. und generell das Angebot akademischer Bildung, waren oft nur den Jungen zugänglich. Das Lyceum Alpinum Zuoz hingegen hat schon früh auf die individuellen Stärken jedes Einzelnen gesetzt und dabei keinen Unterschied gemacht, ob Mädchen oder Junge. Bereits in den Anfangsjahren haben Mädchen und Jungen am gleichen Unterricht teilgenommen und konnten sich frei nach den eigenen Talenten und Interessen entfalten. Doch der Grundstein, wirklich allen den gleichen Weg zu ebnen und auch Internatsschülerinnen aufzunehmen, wurde in den 90er Jahren gelegt.

Lyceum Alpinum Maedcheninternat Science&Technology-7

Veränderung – ein neues Haus entsteht

1991 wurde wahr, was vom Lyceum Alpinum bereits lange und gut geplant war. Nach einem riesigen Bauprojekt entstand ein neues Haus, welches fortan als Mädchenunterkunft oder besser: als Mädcheninternat fungierte. So gab es nun wirklich die gleichen Voraussetzungen und Chancen für beide – Jungen und Mädchen. Das Lyceum Alpinum war nun ein Jungen- und Mädcheninternat und bot Platz für 27 neue Schülerinnen. Bereits im ersten Jahr gab es 20 Anmeldungen. Von nun an fanden nicht nur der Unterricht, sondern auch das gemeinsame Leben und die Freizeitaktivitäten gemeinsam statt.

Lyceum Alpinum Maedcheninternat Gruppe maedcheninternat_girls_1991

Die neuen Häuser: Ladies first!

Die Chesa Arpiglia ist, wie bei einem reinen Mädcheninternat, das alleinige Haus für die jüngeren Mädchen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren. Hier wohnen die Schülerinnen in Einer- oder Zweierzimmern mit integriertem Bad, wobei die Nationalitäten bunt durchmischt sind. Das Team in der Chesa Arpiglia legt viel Wert auf die Förderung der Talente und Persönlichkeiten der einzelnen Mädchen. Respekt und Fairness sind wichtige pädagogische Eckpfeiler der sozialen Kompetenz. Und genau diese Punkte sind auch die Basis für eine gleichberechtigte Schulbildung der Geschlechter.

Gerade erst vor 2 Jahren entstand noch eine weitere moderne Unterkunft für die Mädchen. Die Chesa Urezza wurde nach dem angrenzenden Val Urezza benannt und ist das internationale Internatshaus für die älteren Mädchen (11. und 12. Klasse). Die Chesa Urezza bietet mit geräumigen Einzel- und Doppelzimmern sowie einem integriertem Bad einen hohen Komfort und viel Platz. Das neue Haus ist sehr modern eingerichtet und ein fünfköpfiges Team ist sieben Tage in der Woche rund um die Uhr um das Wohl der jungen Frauen besorgt. Besonders am Herzen liegt den Betreuerinnen die Selbstständigkeit der Mädchen – Der Weg hin zu mehr Eigenverantwortung und einer gut ausgeprägten Sozialkompetenz der Schülerinnen. Die Betreuerinnen stehen den Internatsbewohnerinnen sehr nahe und haben immer ein offenes Ohr für Probleme oder Kummer. Durch die Erziehung und enge Begleitung lernen die Schülerinnen die schulische Leistung aus eigenem Antrieb zu erbringen. Das Zusammensein und Leben in der Chesa Urezza bereitet die Mädchen auf die Zeit nach dem Lyceum Alpinum vor.

Während die Mädchen und Jungen getrennt in verschiedenen Internaten bzw. Häusern untergebracht sind, mischen sich Mädchen und Jungen tagsüber in den Klassen und öffentlichen Bereichen der Schule. Besuchen dürfen sich alle in den Gemeinschaftsräumen; die Schlafräume sind privat und dürfen nicht betreten werden.

Jungeninternat oder Mädcheninternat? Für alle Schüler und Schülerinnen, Mädchen wie Jungen, bietet dieser Ort hier, unser Internat, ein vertrauensvolles Zuhause, eine unterstützende Umgebung und ein sicheres Umfeld in dieser Welt.

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Eindrücke - Chesa Urezza

Yağmur, Chesa Urezza Bewohnerin

Gefällt Dir die Chesa Urezza? Wenn ja, was gefällt Dir besonders?

Mir gefällt die Chesa Urezza sehr. Mir gefällt es, dass mein Zimmer sehr geräumig ist und ich ein eigenes Badezimmer habe. Ausserdem haben wir alles in unserem Haus, was wir brauchen (Gemeinschaftsräume, Waschküche und unser eigenes Gym).

Wie würdest Du das Zusammenleben in der Chesa Urezza beschreiben? Was findest Du besonders positiv daran?

In der Chesa Urezza sind wir wie eine Familie. Was ich positiv finde ist, dass wir uns respektieren und uns immer gegenseitig helfen. Das ist der Schlüssel zu einem friedlichen Leben im Internat.

Was gefällt Dir allgemein am Internatsleben?

Es ist sehr schön mit meinen Freundinnen ausserhalb der Schule Zeit zu verbringen und zusammenzuleben. Das Internatsleben zeigt mir auch, wie ich auf meinen eigenen Füssen stehen kann, was mir sehr wichtig ist.

Wie würdest Du die Freundschaften beschreiben, die in einem Internat entstehen?

Meine Freundinnen sind einer der Gründe, wieso ich meine Gymnasialzeit so sehr geniesse. Ich verbringe meinen ganzen Tag mit ihnen. Ich fühle, dass diese Freundschaften lebenslang anhalten werden, da wir uns schon sehr gut kennen und dafür bin ich dankbar.

Interview mit Lyceum Yağmur

Ellen, Chesa Urezza Bewohnerin

Gefällt Dir die Chesa Urezza? Was gefällt Dir besonders?

Mir gefällt das Leben hier in der Chesa Urezza sehr, vor allem unsere grosszügigen und modernen Zimmer. Auch die Gemeinschaftsräume sind toll, da wir uns dort treffen können um zusammen zu Kochen oder Serien zu schauen.

Wie würdest Du das Zusammenleben in der Chesa Urezza beschreiben? Was findest Du besonders positiv daran?

Ich erlebte das Zusammenleben im Internat bis jetzt immer sehr respektvoll. Wir sind insgesamt fast 40 Mädchen, welche in einem Haus wohnen, da kann es manchmal auch laut werden. Wir versuchen aber immer, die anderen mit Respekt zu behandeln und auf die Wünsche anderer einzugehen, damit das Zusammenleben gut funktioniert.

Was gefällt Dir allgemein am Internatsleben?

Ich finde es toll, dass ich mit meinen Freunden unter einem Dach lebe. Wenn wir am Abend noch gemeinsam lernen oder einen Film schauen möchten, muss ich nur ins nächste Zimmer. Ich finde es auch toll, dass wir jetzt in der Chesa Urezza mehr Freiheiten haben als zum Beispiel noch in der Chesa Arpiglia. Das zeigt, dass die Regeln unserem Alter entsprechend angepasst werden.

Wie würdest Du die Freundschaften beschreiben, die in einem Internat entstehen?

Ich habe in den letzten vier Jahren tolle Freundschaften schliessen können, welche hoffentlich noch lange bestehen werden. Ich denke die Freundschaften untereinander sind sehr intensiv, da man sehr viel Zeit miteinander verbringt. Durch das Internatsleben können diese Freundschaften sehr international sein, denn wenn man im gleichen Internatshaus lebt, ist es einfacher Freundschaften mit Menschen aus anderen Klassen (beispielsweise aus dem IB) zu schliessen.

Interview mit Ellen.

Máxima, Chesa Urezza Bewohnerin

Gefällt Dir die Chesa Urezza? Was gefällt Dir besonders?

Das Haus ist ein absoluter Traum. Besonders unsere Zimmer sind sehr grosszügig und haben viel Licht. Unsere zwei Gemeinschaftsräume bieten die Möglichkeit zusammen zu kochen, zu lernen und zu essen. Es ist auch jederzeit jemand im Office und manchmal gibt es sogar Cookies von Miss Petza.

Wie würdest Du das Zusammenleben in der Chesa Urezza beschreiben? Was findest Du besonders positiv daran?

Das Zusammenleben ist wahnsinnig aufregend, da immer etwas los ist. Zudem haben wir zwei Aufenthaltsräume in denen wir zusammen essen, lernen und kochen können. Es ist toll, dass wir in so jungem Alter schon zusammen mit Freundinnen wohnen könne. Auch unsere „House-Moms“ sind 24/7 für uns da und unterstützen uns, wenn wir etwas brauchen.

Wie würdest Du die Freundschaften beschreiben, die in einem Internat entstehen?

Dadurch, dass wir mit 40 anderen Mädchen zusammenleben, entstehen Freundschaften die man mit Familie vergleichen könnte. Sie sind extrem eng, da man alles miteinander erlebt. Ich denke, dass die Freundschaften, die ich am Lyceum geschlossen habe, ein Leben lang halten werden, auch wenn man sich nicht so oft sieht.

Lyceum Alpinum Maedcheninternat Interview Máxima BHP-7517

Weitere Informationen und Hilfe:

Wer sich nach diesem Artikel für unsere Lehrgänge, unsere besondere Ausrichtung der Internate, Bildung oder unser Profil generell interessiert, kann sich gerne beim Admission-Team Informationen oder Hilfe holen. Infos zu weiteren Schulaktionen wie Schüleraustausch, Schwerpunkte, aktuellen Meldungen etc. bekommen Sie ebenfalls hier.

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