Chronik

Das Lyceum Alpinum Zuoz feierte 2004 sein 100-jähriges Bestehen. Von fünf weitsichtigen Engadinern gegründet, hatte das "Institut Engiadina" im Gründungsjahr 1904 zweiundzwanzig Schüler, betreut von zwei Lehrern und dem Direktor. Es entwickelte sich als internationales Institut, das sich der Wissenschaft und Bildung ebenso verschrieb wie der körperlichen Ertüchtigung durch Sport. Dies führte zum immer noch gültigen Leitspruch "mens sana in corpore sano".

 

1902 Eine Gruppe von Engadiner Honoratioren (Gilli, Juvalta, Planta, Geer, Jäger, Töndury) erteilt dem Architekten Koller von St. Moritz den Bauauftrag
1904 Am 15. Juni öffnet das "Institut Engiadina" (heute Kleinhaus) in Zuoz seine Tore. Unter den ersten Schülern waren zehn Schweizer, vier Amerikaner, drei Franzosen, drei Engländer und zwei Russen. Die Internationalität war den Gründervätern wichtig. Die "höhere Lehranstalt" stand unter staatlicher Aufsicht.
1913 Der Erfolg des Instituts unter seinem ersten Direktor, Dr. Anton Velleman, ermöglichte den Bau neuer Infrastrukturen: Grosshaus (für 58 Schüler), Verwaltungsgebäude mit Theater- und Konzertsaal für 250 Personen, Speisesaal, Hallenbad, Empfangszimmer, Direktionswohnung und autonome Krankenabteilung. Architekt war Nikolaus Hartmann. Schülerzahl vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges: 137.
1921 Erstmals wurden dem "Lyceum Alpinum Zuoz" staatliche Prüfungsrechte verliehen.
1922 Der Kauf von 60'000 m2 Wiesland sichert dem Lyceum die inzwischen berühmt gewordenen Sportplätze am Inn ("AI") mit dem höchstgelegenen Cricketfeld Europas. Unter dem legendären Gordon Spencer werden nach englischem Vorbild die "Games" fest im Schulprogramm verankert.
1930 Erste Deutsche Reifeprüfung am Lyceum (Haus-Abitur unter dem Vorsitz eines von  Deutschland bestimmten Beauftragten). Nach einer kurzen Unterbrechung während des Zweiten Weltkrieges werden die Abiturprüfungen ab 1952 bis heute wieder durchgeführt.
1945 Nach einer politisch stürmischen Zeit bringt Direktor Dr. Adolf Nadig das Lyceumsschiff wieder auf Kurs.
1964 Eröffnung des Arvenhauses (Unterrichts-, Labor- und Sammlungsräume für die naturwissenschaftlichen Fächer).
1973 Die Maturazeugnisse erhalten die eidgenössische Anerkennung.
1977 Bau einer Dreifach-Sporthalle.
1991 Aufnahme von Mädchen ins Internat (Das "Mittelhaus" wird nach gründlicher Sanierung zum Mädcheninternat umgebaut). Im Unterrichtstrakt entsteht eine grosse Mediothek mit PC-Arbeitsplätzen.
1997 Das Lyceum Alpinum erhält die Prüfungsrechte für das International Baccalaureate (IB).
1999 Bau der Chesa Arpiglia (40 modernste Einzelzimmer für Mädchen, fünf multifunktionale Schulzimmer).
2003 Die regionale Schul-Oberstufe (La Plaiv) nimmt ihren Betrieb auf dem Lyceum-Campus auf.
2004 Das 100-jährige Jubiläum wird mit einem mehrtägigen Fest gefeiert. Old Boys und Young Girls aus der ganzen Welt nehmen an diesem Anlass teil.
2007 Das vollständig renovierte Nadighaus (bisher Arvenhaus genannt) wird für den Unterricht in den Naturwissenschaften und in Musik eingeweiht.
2008 Akkreditierung durch den Council of International Schools.