William Shakespeare, Der Sturm

Der "Sturm" ist William Shakespeares letztes Werk und gilt als sein künstlerisches Testament: so wie Prospero, der mächtige Herzog von Mailand, am Ende des Stückes auf Zauberkraft und Geistergunst verzichtet, beendet Shakespeare seine schriftstellerische Laufbahn und tritt von der Bühne ab: "Hier sind meine Zauberei'n. Was an Kraft mir bleibt, ist mein, und das ist wenig."

Mordkomplott auf der Zauberinsel

Prospero, der rechtmässige Herzog von Mailand, wird von seinem machthungrigen Bruder vom Thron vertrieben und mit seiner Tochter Miranda in einem lecken Boot ausgesetzt. Aber der Mordplan misslingt, und die beiden landen und leben auf einer entlegenen Insel. Prospero verschreibt sich ganz seinen Studien, und die Verbindung zur Welt scheint verloren. Der alte Prospero gebietet Geistern und Naturkräften, regiert die Insel durch Zauberkräfte und ist wild entschlossen, seine Tochter vor jeder Gefahr zu schützen.

Aber die Welt holt ihn ein: Nicht nur sein Bruder taucht auf, sondern auch Ferdinand, der Sohn des Königs von Neapel, seinem einstigen Todfeind, wird an Land geschwemmt – und verliebt sich ausgerechnet in Prosperos schöne Tochter Miranda. Von da an überschlagen sich die Ereignisse: Prosperos Geister vereiteln ein Mordkomplott gegen ihren Herrn und konfrontieren – in bizarrer Weise – die Übeltäter mit ihrer Schuld. Auch der Erdkloss Caliban, ein missmutiger, zorniger Urbewohner der Insel, verbündet sich mit Stephano und Trinculo, zwei ausgewiesenen Trunkenbolden aus dem Tross des Königs, um Prospero zu stürzen; aber ihr Aufstand wird zur Farce, denn der machtvolle Zauberer ist nicht zu überwältigen – es sei denn, er verzichtet aus eigenen Stücken auf seine Zauberkraft.

Die Aufführungen finden statt am 11. /12. /15. /16. /17. Dezember 2009.

19 Uhr Einführung durch den Theaterleiter Giovanni Netzer in der Aula des Lyceum Alpinum Zuoz
20 Uhr Vorstellungsbeginn im Theaterraum Cala

Sturm - Besetzung / Cast